Fundament für ein Kaminholzregal bauen: So klappt es!

Ein Kaminholzregal ist notwendig, wenn du in den kalten Monaten mit Holz heizen willst. Er hält dein Brennholz gestapelt, trocken und einsatzbereit. In der Regel wird ein solches Regal im Garten oder unter einem Carport errichtet. Kaminholzregale – auch als Brennholzregale bezeichnet – gibt es als fertige Bausätze zu kaufen, sie können aber auch recht einfach aus verschiedenen Materialien selbst gebaut werden. Wir erklären alles, was du zum Thema Kaminholzregal Fundament wissen musst!
Warum ist ein Fundament für ein Kaminholzregal notwendig?
Viele Menschen glauben nicht, wie schwer ein Regal mit mehreren Raummetern Holz tatsächlich ist – mehrere hundert Kilogramm können hier schnell zusammenkommen. Daher sollte jedes Kaminholzregal auf einem stabilen Fundament errichtet werden.
Dieses Fundament hilft, die Struktur zu stützen, indem es die von jedem Stützpfosten erzeugten Lasten auf eine größere Fläche verteilt. Zudem verleiht das Fundament als Unterkonstruktion dem gesamten Regal Stabilität und schützt es davor, in einem nicht ausreichend festem Untergrund einzusinken.

Wird eine Genehmigung für den Bau eines Kaminholzregals benötigt?
Die Rechtsvorschriften für den Bau von kleineren Gebäuden bzw. Unterständen auf dem eigenen Grundstück sowie für die Lagerung von Brennholz unterscheiden sich in Deutschland von Gemeinde zu Gemeinde teilweise deutlich.
Du solltest dich daher bei der zuständigen Gemeindeverwaltung bzw. beim Bauamt zunächst erkundigen, ob es solche Rechtsvorschriften gibt, und – wenn ja – wie sich diese genau gestalten. Grundsätzlich hängt eine Genehmigungspflicht auch davon ab, wie groß der Unterstand werden soll und welcher Verwendungszweck dafür vorgesehen ist.
Die meisten Städte und Gemeinden sehen von der Notwendigkeit einer Genehmigung ab, sofern das Kaminholzregal bzw. der Unterstand ausschließlich zum Stapeln von Brennholz verwendet wird. Diesbezüglich spielt es auch keine Rolle, wie das entsprechende Fundament gestaltet ist.

Die richtigen Dimensionen
Sobald die Genehmigungsfrage geklärt ist, kannst du daran gehen, dein Brennholzregal detailliert zu planen. Diesbezüglich ist insbesondere wichtig, die Frage zu klären, wie viel Brennholz gelagert werden soll bzw. muss.
Dies hängt einerseits von der Kapazität deines Kamins ab, andererseits aber auch davon, wie oft dieser als Heizung oder für den rein optischen Genuss zum Einsatz kommt. Bedenke: Gespaltetes Holz muss in der Regel über Monate gelagert werden, damit es ausreichend trocknen kann, zudem sparst du eine Menge Geld, wenn du Brennholz in größeren Gebinden kaufst.
Daher ist es immer gut, das Kaminholzregal möglichst großzügig zu dimensionieren, sofern dies der Platz auf dem Grundstück zulässt.
Als Faustregel gilt: Mit einem Fassungsvermögen von 10 m³ kannst du nicht viel falsch machen. Dort bringst du bei durchschnittlichem Holzbedarf das Material für einen gesamten Winter problemlos unter.
Selbst bauen oder kaufen?
Als Nächstes stellt sich die Frage, ob du dein Kaminholzregal selbst bauen oder fertig bzw. als Bausatz kaufen möchtest. In der Regel musst du bei beiden Möglichkeiten ein zusätzliches Fundament errichten – es sei denn, es handelt sich um ein sehr kleines Regal für ganz geringe Holzmengen.

Wer es sich besonders einfach machen möchte und keine großen Ansprüche an die Optik seines Kaminholzregals hat, der kann bei einem Eigenbau Europaletten als Fundament verwenden. Diese verhindern, dass das Brennholz mit dem feuchten Boden in Kontakt kommt und zu faulen beginnt. Auf die Paletten können dann robuste Kanthölzer geschraubt werden, die als Träger für die Regalkonstruktion dienen.
Doch Vorsicht: Die Palettenlösung bietet sich nur dann an, wenn der Boden nicht zu weich ist, sodass die gesamte Palette mit dem darauf befindlichen Gewicht einsinken kann. Paletten bieten sich insbesondere dann an, wenn das Kaminholzregal beispielsweise auf einer gepflasterten Fläche – etwa unter einem Carport – errichtet werden soll.
Welches Fundament für das Kaminholzregal?
Stabiler und deutlich sicherer bei weichen Böden ist hingegen ein echtes Fundament, beispielsweise ein Punkt- oder Streifenfundament, das aus solidem Beton gegossen wird. Über diese Lösungen hinaus gibt es noch diverse weitere Möglichkeiten, ein Kaminholzregal Fundament zu errichten. Hier eine Übersicht:
Schotter / Kies
Kies bzw. Schotter ist eine einfache Lösung für den Unterbau eines Kaminholzregals und eignet sich gut für kleine bis mittelgroße Regale, insbesondere für solche aus Metall, Kunststoff oder Holz. Wenn du alle Materialien beisammen hast, sollte der Bau des Fundaments nicht länger als zwei Stunden dauern (je nach Größe des Brennholzunterstands).
Du musst lediglich ein Loch in der Größe deines Regals ausheben, das etwa 15 bis 25 cm tief ist. Dann schüttest du den Kies oder Schotter hinein. Während du den Kies einfüllst, solltest du ihn immer wieder verdichten, indem du darauf trittst oder etwas Schweres verwenden, um den Druck nach unten auszuüben.

Beton
Beton ist eine starke Basis für ein Holzregal. Sein Gewicht trägt auch dazu bei, dass das Bauwerk sicher auf dem Boden steht. Beton ist gut zu bearbeiten und bietet eine solide Grundlage für die Befestigung der Wände und aller anderen Elemente.
Wenn du dich für ein Betonfundament entscheidest, musst du dieses im Voraus planen. Beton braucht mindestens einen Monat, um vollständig auszuhärten, obwohl er bereits nach 5 – 7 Tagen bearbeitbar ist. Sie können das Betonfundament selbst errichten, aber auch einen Landschaftsgärtner, Bauunternehmer oder einen Betonbauer damit beauftragen.
Pfeiler (Stein / Stahl / Holz etc.)
Pfeiler sind Stützen, die in den Boden eingegraben und auf eine gemeinsame, ebene Höhe gesetzt werden. Der Rahmen steht dann über dem Boden. Um die Pfeiler zu verstärken, kannst du sie in den Boden einbetonieren. Dadurch wird die Last besser verteilt und die Langlebigkeit des Fundaments erhöht.
Der große Vorteil von Pfeilern ist, dass das Kaminholzregal über dem Boden steht und somit immer trocken bleibt. Es kann jedoch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, die Pfeiler richtig aufzustellen. Aber pro Quadratmeter gerechnet stellen sie eine günstigere Option dar als beispielsweise eine Betonplatte.

Pflastersteine
Pflastersteine sind eine gute Möglichkeit, schnell und kostengünstig ein stabiles Fundament zu schaffen. Du kannst Pflastersteine in Baumärkten oder im Baustoffhandel kaufen. Wenn du alles hast, was du brauchst, kannst du dein Pflastersteinfundament in weniger als zwei Stunden verlegen. Dazu musst du nur etwas Kies oder Sand aufschütten und die Fläche ebnen. Lege darauf etwas Plastikfolie aus, um das Fundament abzudichten, und verlege dann die Pflastersteine auf der Folie.
Pflastersteine benötigen nicht immer einen Kiesuntergrund, sie können auch direkt auf einem flachen, ebenen Boden verlegt werden – sofern dieser ausreichend tragfähig ist. Wenn du dir nicht sicher bist, solltest du zuerst eine Kiesschicht aufbringen. Damit verhinderst du, dass die Pflastersteine mit der Zeit absinken. Grundsätzlich gilt: Kleinere Pflastersteine sind anfälliger für Senkungen als größere Pflastersteine.
Holzrahmen
Holzrahmenfundamente sind für kleinere Bauten wie Holzregale sehr beliebt. Sie lassen sich leicht zusammenbauen, bieten eine solide Grundlage und sind relativ leicht zu nivellieren. Die Rahmen müssen aus für den Außenbereich geeignetem Holz gefertigt sein. Infrage kommen z.B. behandelte Kiefer und Zedernholz. Wenn du das richtige Holz hast, ist der Bau des Rahmens ganz einfach. Du musst das Holz nur noch zuschneiden und zusammenschrauben.
Fazit
Das Kaminholz optisch attraktiv gelagert und immer griffbereit auf dem eigenen Grundstück – dafür sorgt ein Kaminholzregal. Doch dieses bietet nicht nur optische Vorzüge, es sorgt auch dafür, dass dein Holz fachgerecht gelagert wird, also gut belüftet und vor Fäulnis geschützt.
Damit du lange Freude an deinem Kaminholzregal hast, solltest du dafür ein passendes Fundament errichten. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, weißt du nun.
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Titelbild: ©Gartenhaus.com
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/Epitavi; Bild 2: ©Gartenhaus.com; Bild 3: ©Gartenhaus.com; Bild 4: ©iStock/ILIA BLIZNIUK; Bild 5: ©iStock.com/MarianVejcik
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