Holzzaun Pflege: Mit diesen Tipps ist und bleibt Ihr Holzzaun pflegeleicht!

Sonne, Wind und Wetter setzen Ihrem Holzzaun tagtäglich zu. Wechselnde Witterung bringt wechselnde Feuchtigkeits- und Temperaturverhältnisse mit sich. All das macht Ihrem Holzzaun ordentlich zu schaffen. Damit er lange schön anzusehen ist und seinen Job als Grenzzaun und/oder Sichtschutz anstandslos macht, braucht Ihr Holzzaun regelmäßige Pflege. Bliebe diese aus, würden sich darauf früher oder später Pilze, Algen, Flechten und Moose niederlassen und Insekten Unterschlupf suchen. Das nähme den Holzzaun noch mehr mit: Er würde faulen und morsch werden. Was Sie zur Holzzaun Pflege tun können, erklären wir in diesem Beitrag.

Mit Ihrer Entscheidung für einen Holzzaun haben Sie sich einen Grenzzaun beziehungsweise Sichtschutzzaun angeschafft, der aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gefertigt wurde. Seine Beschaffenheit ist der Grund dafür, dass sich ein Holzzaun, wie Sie ihn in verschiedensten Ausführungen auch in unserem Onlineshop kaufen können, auf ganz natürliche Weise in die Gartenoptik einfügt. Als natürlicher Baustoff ist Holz jedoch angreifbar: UV-Licht, Feuchtigkeit, Mikroorganismen und Insekten setzen Holz zu und verändern seine Struktur. Schlimmstenfalls zerstören sie den Zaun. Um den Holzzaun weniger angreifbar zu machen, muss das Holz geschützt werden. Welche Möglichkeiten Sie dazu haben, zeigen wir Ihnen im Folgenden auf.

Holzzaun pflegen heißt: Holz schützen

Holz streichen

Die Holzzaun Pflege ist keine einmalige Sache, sondern etwas, was Sie regelmäßig tun müssen. Sie beginnt mit der Reinigung des Holzzauns:

Holzzaun reinigen

Je nachdem, wie schmutzig und/oder bewachsen Ihr Holzzaun ist, sollten Sie ihn zunächst trocken abfegen, um Staub, Schmutz, Spinnweben und ähnliches vom Holz zu holen. Beläge sowie Bewuchs können Sie oft mechanisch entfernen.

Unser Tipp: So werden Sie Moos los!

Moos beispielsweise lässt sich mit einem Spachtel ganz gut vom Holz abkratzen. Aber Achtung: Beschädigen Sie dabei bitte nicht das Zaunholz. Denn jede Schramme im Holz bietet neuem Bewuchs Halt und dient Insekten als Schlupfloch. Sitzt der Moos-Teppich sehr fest auf dem Holzzaun, hilft es, ihn mit klarem Wasser einzuweichen und nach einer Einweichzeit abzuschrubben. Das geht mit einer groben Bürste (sogenannte Wurzelbürste) leicht von der Hand.

Hilft alles nichts, können Sie zu einem handelsüblichen Spezialreiniger zur Moosentfernung greifen. Achten Sie beim Kauf aber bitte auf die Umweltverträglichkeit des Mittels, chemische Keulen sollten Sie im Garten keinesfalls einsetzen. Ab und zu findet sich der Tipp, Moos per Schwingschleifer vom Holzzaun zu schleifen. Lassen Sie das lieber, denn damit schleifen Sie das Moos nur glatt.

Sind Schmutz, Beläge und Bewuchs entfernt, können Sie den Zaun mit reichlich klarem Wasser abspülen.

Unser Tipp: Spätestens jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um den Holzzaun genau unter die Lupe zu nehmen: Sind Schadstellen offensichtlich? Erkennen Sie Schädlingsbefall? Handeln Sie am besten sofort und bessern Sie die kaputten Zaunbereiche aus. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in unserem Magazin-Beitrag: „Zaun reparieren: So machen Sie’s richtig!“ Wie Sie Holzwurm & Co. loswerden, zeigt Ihnen dieser Artikel: „Holzwurm und andere Holzschädlinge erkennen und bekämpfen

Nach dem Trocknen des Holzzauns tragen Sie den Holzschutz Ihrer Wahl auf:

Frischen Holzschutz auftragen

Holzzaun weiß streichen

Ein Holzlack bildet eine widerstandsfähige und dichte Schutzschicht auf Ihrem Holzzaun. Der Lack schützt das Holz über mehrere Jahre vor Pilzbefall und anderen Schädlingen. Die Rede ist hier von vier bis sieben Jahren Schutzzeit für den Holzzaun. Außerdem macht die Lackschicht die anschließende Holzzaun Pflege recht leicht. Aber: Ein Zaunlack überdeckt die natürliche Holzoptik, das ist oft schade, denn die Holzmaserungen sind mitunter ein Hingucker an sich. Außerdem blättert Lack schnell ab, wenn er einmal beschädigt wurde. Der Grund dafür ist, dass der Lack die Holzporen verstopft und das Holz nicht mehr atmen kann.

Eine Holzlasur gilt als Alternative zum Holzlack. Anders als dieser deckt sie die holzeigene Struktur nicht ab, sondern bringt diese bestenfalls noch kontrastreicher zur Geltung. Sie dringt tief ins Holz ein und lässt es dennoch atmen.

Unser Tipp: Im Fachhandel finden Sie sogenannte Dünnschichtlasuren und Dickschichtlasuren. Erstere bieten Ihrem Holzzaun etwa ein Jahr lang Schutz, zweitere halten dagegen gut zwei Jahre. Achten Sie beim Kauf der Holzschutz-Produkte auf die Eignung für die jeweilige Holzart! Nicht alle Lacke und Lasuren sind universell einsetzbar.

Zum Auftragen von Holzlack oder -lasur greifen Sie am besten zu einem flachen Pinsel. Gestrichen wird immer in Richtung der Maserung. Es gilt: Zwei dünne Schichten wirken besser als eine dicke. Denn dünnere Farbschichten lassen sich einfacher auftragen und führen zu einer gleichmäßigeren Optik als dickere.

Holzpflege

Außerdem empfehlenswert sind sogenannte Holzöle, die die Holzmaserung erhalten, als hochbelastbar gelten und in Farbvarianten auch sehr gut vor UV-Licht schützen.

Unser Tipp: Häufig finden Sie neben Holzlacken, -lasuren und -ölen sogenannte Holzschutzmittel. Hinter dem vielversprechenden Begriff „Holzschutzmittel“ verbirgt sich allerdings eine Chemiekeule, auf die Sie im Garten jedoch besser verzichten. Die in den entsprechenden Produkten enthaltenen chemischen Biozide bergen gesundheitliche Gefahren für alles, was im Garten kreucht und fleucht, Sie eingeschlossen.

So pflegen Sie einen Lärchenzaun richtig!

Die einheimische Lärche hat sich als Lieferant von Bauholz für den Außenbereich, zum Beispiel für Zäune und Gartenmöbel, einen Namen gemacht. Nicht ohne Grund: Das Lärchenholz stammt aus einheimischer Holzwirtschaft, ist äußerst witterungsbeständig und hat eine besonders schöne, rötliche Maserung. Seine wetterfesten Eigenschaften beruhen unter anderem auf der Tatsache, dass es sich bei Lärchenholz um das härteste und schwerste Nadelholz in unseren heimatlichen Wäldern handelt, wobei nur das Kernholz zu Gartenmöbeln und Zäunen verarbeitet wird. Apropos Verarbeitung: Das Holz ist fest und elastisch. Es arbeitet nur wenig nach und bleibt somit lange in seiner ursprünglichen Form. Beste Eigenschaften für Zaunholz!

Auch wenn der Lärchenzaun Sonne, Wind und Wetter lange Zeit standhält – ohne Pflege gerät auch er in die Mitleidenschaft der Naturgewalten. Typisch für Zäune aus Lärchenholz ist ein Vergrauen, dessen Ursache das UV-Licht in der Sonnenstrahlung ist. Die gräuliche Schicht sollten Sie abschleifen und anschließend das wieder frisch rötlich strahlende Lärchenholz mit einem speziellen Hartholzöl behandeln. Das streichen Sie reichlich mit dem Pinsel auf und lassen es für gut eine halbe Stunde einziehen. Gegebenenfalls verbleibende Überschüsse können Sie anschließend abnehmen. Mit dem Hartöl ist der Lärchenzaun für etwa zwei Jahre wieder gut gewappnet. Das war’s auch schon an Pflege, die Ihr Zaun braucht!

Alternative Zaunhölzer pflegen: Kiefer und Eiche

Dank ihres sehr geraden und hohen Wuchses mit Ästen fast nur in der Krone, liefert die Kiefer Ihnen Zaunholz mit einer sehr einheitlichen und ebenmäßigen Maserung. Im Vergleich zu Lärchenholz ist Kiefernholz allerdings heller und wegen seines höheren Wasseranteils (etwa 25 Prozent) auch deutlich weicher. Fehlt es Ihrem Kieferzaun an Pflege mit einer passenden Lasur verfärbt sich das Holz schnell und schimmelt. Ihr Kieferzaun sollte daher regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, lasiert werden.

Eichenholz ist ein klassisches Zaunbauholz. Es ist ausgesprochen hart und in verschiedenen Holzfarben sowie spannenden Maserungen zu haben. Eichenholz ist so fest, dass es kaum verrottet. Dennoch braucht auch Ihr Eichenholzzaun ausreichend Pflege und Schutz, zum Beispiel mit Lasur, Lack oder Öl.

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Titelbild: ©iStock/artursfoto
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/ArtHdesign, Bild 2: ©iStock/Epiximages, Bild 3: ©iStock/-lvinst-

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