Günstig gärtnern: 15 Tipps, die bares Geld sparen

Sie träumen von einem Garten, in dem es grünt und blüht, der Ihnen Obst, Gemüse und Kräuter liefert und zugleich ein ruhiger, erholsamer Rückzugsort vom trubeligen Alltag ist? Sie fürchten zwar nicht die dafür nötige Gartenarbeit, aber die Kosten, insbesondere dann, wenn Sie den Garten neu anlegen? Keine Sorge, wir haben die besten 15 Tipps zum günstig gärtnern zusammengetragen. Damit sparen Sie bares Geld und werden zum echten Gartensparfuchs, versprochen!

Mit günstig gärnern Tipps und kleinem Budget zum tollen Garten

Schere schneidet Ast

Tipp 1: Gehölze kostenlos oder für kleines Geld besorgen, anstatt teuer zu kaufen

Sie suchen günstige Gehölze wie Stauden, Sträucher, Hecken oder Bäume für Ihren Garten? Dann hören Sie sich zunächst in der Nachbarschaft um: Gibt es Nachbarn, die das eine oder andere Gewächs gerne aus ihrem Garten loswerden wollen?

Werden Sie dort nicht fündig, hilft mitunter ein Blick ins Internet: In den lokalen Ebay-Kleinanzeigen stehen häufig Inserate mit Gehölzen, die besonders günstig oder an Selbstabholer sogar gratis abgegeben werden. Rechnen Sie beim Abholen damit, dass Sie die Pflanzen eigenhändig ausbuddeln, verpacken und transportieren müssen. Wir raten Ihnen, je nach Größe und Gewicht der Pflanzen, eine Sackkarre mitzunehmen. Gleiches gilt übrigens auch für teure Gartenerde: Suchen Sie einfach nach dem Begriff oder alternativ nach „Mutterboden“.

Tipp 2: Pflanzen tauschen, anstatt neue zu kaufen

Schauen Sie ab und an links und rechts über den Gartenzaun und bewundern die Pflanzenpracht Ihrer Nachbarn? Bevor Sie sich die Pflanzen neu kaufen, fragen Sie doch einfach mal an, ob ein Tauschgeschäft zustande kommt, bei dem Sie Pflanzen aus Ihrem Garten gegen die gewünschten Pflanzen aus Nachbars Garten tauschen.

Der Vorteil: Die Tauschpflanzen sind, anders als hochgezüchtete Pflanzen aus dem Gewächshaus einer Gärtnerei, allesamt aus dem Freiland, kennen die Wachstumsbedingungen vor Ort und wachsen ein paar Meter weiter links oder rechts sicher genauso gut wie an ihrem ursprünglichen Standort.

Vielerorts haben sich auch Pflanzentausch-Börsen etabliert, die meist im Frühjahr oder Herbst stattfinden. Alternativen sind Pflanzentauschbörsen im Internet, Nachbarschaftsseiten in den Social Media-Kanälen und Kleinanzeigen auf Ebay.

Tipp 3: Mehrjährige anstatt einjährige Pflanzen einpflanzen

Dass Sie mit mehrjährigen Pflanzen ordentlich Geld sparen, liegt auf der Hand. Das einmal angeschaffte Grünzeug ist winterhart und macht Ihnen, einmal gepflanzt, mehrere Jahre lang Freude, während Sie bei einjährigen Pflanzen alle Jahre wieder Geld ausgeben und die Pflanzen einpflanzen sowie am Ende der Gartensaison auch wieder entsorgen müssen.

Ganz wichtig: Suchen Sie gezielt nach sogenannten wurzelnackten Pflanzen, also solchen, deren Wurzelballen ohne Erdballen sind. Die kosten oft deutlich weniger als mit Erdballen.

Frau an Pflanztisch in Garten

Tipp 4: Pflanzen selbst vermehren, anstatt Neue zu kaufen

Sie hätten gerne mehr von Ihren Lieblingspflanzen? Anstatt neue zu kaufen, können Sie die vorhandenen selbst vermehren: Sammeln Sie die Samen einjähriger Pflanzen. Ziehen Sie selbst Stecklinge von Gehölzen. Oder teilen Sie die Wurzeln von Ihrem Lieblingsgrünzeug, zum Beispiel von Stauden und Gräsern.

Das DIY-Pflanzen vermehren ist im Übrigen auch eine gute Methode, um Pflanzenfehlkäufen vorzubeugen. Denn die Pflanzen in Ihrem Garten haben bereits gezeigt, dass Sie an diesem Standort gut gedeihen.

kompostieren-gartenarbeit
Der Kompost-Zwilling verwandelt organische Abfälle in Kompost, der sich gut zum dügnen eignet.

Tipp 5: Selbst kompostieren, anstatt teuren Kompost zu kaufen

Es geht nichts über Kompost. Er ist der perfekte Dünger für Ihren Garten, denn er ist rein biologisch. Anstatt Kompost für viel Geld zu kaufen, können Sie ihn ganz einfach selbst herstellen. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern haben auch immer eine Stelle, wo Sie einen Großteil Ihrer Garten- und Küchenabfälle loswerden.

In unserem Onlineshop finden Sie zum Beispiel den „Kompost-Zwilling“, der Ihre organischen Abfälle dank ausgeklügelter Technologie kompostiert, ohne dass Sie den Komposthaufen umsetzen müssen. In unserem Magazinbeitrag lesen Sie alles Wichtige zum richtigen Kompostieren.

Das Kompostieren geht mit Hilfe einer speziellen Wurmkiste sogar auf Terrasse, Balkon oder im Haus.

Tipp 6: Pflanzen selbst säen, anstatt teuer einzukaufen

Die Rechnung geht auf: Pflanzensamen sind deutlich günstiger als bereits gezogene Pflänzchen, die Sie im Gartenfachhandel kaufen. Außerdem ist die Auswahl an Samen viel größer als dei an Jungpflanzen. In unserem Aussaatkalender können Sie auf einen Blick sehen, wann die beste Zeit zur Aussaat für die jeweiligen Samen ist.

Tipp 7: Blumenzwiebeln im Herbst kaufen

Dieser Tipp ist für echte Gartensparfüchse: Machen Sie sich schon im Herbst einen Plan, was in der kommenden Gartensaison wo in Ihrem Garten blühen soll. Besorgen Sie sich die dafür benötigten Blumenzwiebeln noch vor dem Winter, wenn die Preise besonders günstig sind. Gesunde, feste Zwiebeln können Sie dann noch ohne Bedenken in die Erde stecken – und dem nächsten Frühling mit großer Vorfreude entgegensehen: Es wird bunt in Ihrem Garten werden!

Außerdem können Sie der Zwiebelnatur auch einfach ihren wilden Lauf lassen: Verschiedene Zwiebelpflanzen breiten sich schließlich ganz von selbst über Brutzwiebeln und Samen aus, wo sie sich besonders wohlfühlen – sogenannter Verwilderungseffekt.

Organischer Kompost
Organischer Kompost aus Garten-und Küchenabfällen ist eine Wohltat für Pflanzen und Boden – doch sollten Sie auch hier auf das richtige Maß achten!

Tipp 8: Mit Hausmitteln düngen, anstatt teuren Dünger zu kaufen

Neben dem oben bereits erwähnten Kompost gibt es das eine oder andere Hausmittel, das Sie zum Düngen Ihres Gartens einsetzen können. So sparen Sie das Geld für teuren Dünger. Und weil die Hausmittel allesamt natürlich sind, schonen Sie zugleich die Umwelt. Es lohnt sich, folgende Dinge in der Küche zu sammeln:

Kaffeesatz: Darin stecken Phosphor, Kalium, Stick- und Mineralstoffe. Diese tun Ihrem Garten so gut, dass Sie als Nicht-Kaffeetrinker erwägen sollten, gegebenenfalls den Kaffeesatz, der an Ihrem Arbeitsplatz anfällt, zu sammeln. Eine alternative Fundstelle für Kaffeesatz en masse könnte auch Ihr Lieblings-Café um die Ecke sein. Fragen Sie den Betreiber danach! Gut zu wissen: Auch der Teesatz von Grün- und Schwarztee düngt gut.

Bananenschalen in Bioqualität spenden Blütenpflanzen wie Rosen eine extra Portion Kalium.
Zerkleinerte Eierschalen eignen sich prima als Kalklieferant: Zerkleinern Sie Eierschalen und geben Sie sie ins Gießwasser. Lassen Sie das Ganze über Nacht stehen, sodass der Kalk ans Wasser abgegeben wird, bevor Sie damit Ihren Garten gießen.
Holzasche hat sich ebenfalls als Dünger bewährt.
Ebenso wie übrigens das Gemüsekochwasser aus der Küche, das nach dem Kochen von Gemüse jede Menge Nähr- und Mineralstoffe enthält.

Regentonne mit Dachrinne

Tipp 9: Regenwasser zum Gießen sammeln, anstatt teures Trinkwasser zu verwenden

Gießwasser für den Garten können Sie aus der Wasserleitung in teurer Trinkwasserqualität zapfen. Ein echter Gartensparfuchs spart sich die Ausgaben und sammelt stattdessen das Regenwasser in einer Regentonne. Alles Wissenswerte dazu können Sie in unserem Beitrag Regenwasser sammeln und nutzen: Tipps & Tricks lesen.

Igelpaar auf Moos

Tipp 10: Gegen Schädlinge gezielt Nützlinge anstatt Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen

Es kann immer mal vorkommen, dass Pflanzenschädlinge Ihren Garten heimsuchen, um sich in großer Überzahl an dem Grün dort zu laben. Anstatt teures und oft umweltschädigendes Schädlingsbekämpfungsmittel zu kaufen, können Sie auf die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge setzen, zum Beispiel Ohrkneifer, Marienkäfer und Florfliegen gegen Blattläuse, Igel gegen Schnecken oder Singvögel gegen Raupen von Apfelwickler und Frostspanner, um so das natürliche Gleichgewicht im Garten wiederherzustellen.

Das Beste ist: Ein entsprechender tierfreundlicher Garten lockt die Nützlinge von selbst an. Wie Sie Ihren Garten tierfreundlich gestalten können, lesen Sie in unseren Artikeln:

Tipp 11: Kinderspielplatz mit natürlichen Mitteln bauen

Ihr Nachwuchs soll im Garten einen Platz zum Spielen bekommen? Der lässt sich mit einfachen und günstigen Mitteln schnell einrichten: Sandkasten, Kletterbaum, Schaukel, Hütte und Matschküche können Sie aus natürlichen „Zutaten“ aus dem Garten und Haushalt bauen.

Werkzeuge an Holzwand hängend

Tipp 12: Nur das richtige Gartenwerkzeug kaufen

Gärtnern ist Handwerk. Und dazu brauchen Sie Handwerkszeug. Es lohnt sich, in hochwertiges Gartenwerkzeug zu investieren und dieses richtig zu reinigen und nach Gebrauch zu verstauen, zum Beispiel in einem der Gerätehäuser, die Sie in großer Vielfalt in unserem Onlineshop kaufen können. Dann hält es ein Gärtnerleben lang und länger.

Die Investition rechnet sich allemal, wenn Sie sich dabei auf das tatsächlich nötige Gartenwerkezug beschränken und dieses passend zu Ihrer Körpergröße kaufen. Lesen Sie dazu unbedingt unsere Beiträge zur Grundausstattung an Gartenwerkzeugen und zum rückenschonenden Gärtnern!

Tipp 13: Pflanzgefäße wiederverwenden, anstatt jedes Mal neue teuer zu kaufen

Es muss nicht immer die teure Ausstattung im Garten sein, zum Beispiel zur Anzucht von Jungpflanzen aus Samen. Stattdessen können Sie Diverses aus Garten und Haushalt zweckentfremden (re-cycle) oder wiederverwenden (re-use).

Schauen Sie sich zur Inspiration am besten im Internet um, bei den DIY-Gärtnern finden Sie viele Ideen, was möglich ist! Dort werden Anzuchttöpfchen aus Blechdosen, Joghurtbechern, Tetrapacks und Zeitungspapier gemacht. Abgeschnittene Äste werden zur Beetumrandung oder zur Rankhilfe.

Tipp 14: Pflanzen aus Gemüseresten ziehen, anstatt neu zu kaufen

Auch „re-grow“ ist eine Maßnahme zum günstig gärtnern: Sie können Strunke von Gemüse in ein Wasserglas stellen und daraus eine neue Pflanze ziehen. Das funktioniert mit Lauch, Staudensellerie, Salat und anderen Pflanzen uns ist seit Jahren Trend in der grünen Küche.

Nutzpflanzen Garten Gemüsebox

Tipp 15: Mit dem Garten Selbstversorger werden, anstatt alle Lebensmittel einzukaufen

Als Selbstversorger holen Sie sich Ihr Obst und Gemüse sowie Ihre Kräuter aus dem eigenen Garten und sparen die andernfalls dafür nötigen Einkaufskosten. Wie Sie ein Selbstversorger werden, erklären wie Ihnen hier in unserem Beitrag ausführlich. Schauen Sie gerne mal rein!

Sie suchen zusätzliche Informationen zum Thema Haus und Garten? Schauen Sie doch einmal auf unserem Pinterest-Kanal vorbei. Dort haben wir für Sie zudem eine Vielzahl weiterer schöner Boards für Sie zusammengestellt.

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Titelbild: ©iStock/KoliadzynskaIryna
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/Elena_Mikhailova; Bild 2: ©iStock/svetikd; Bild 3: ©GartenHaus GmbH; Bild 4: iStock/amenic181; Bild 5:© iStock/terra24; Bild 6: ©iStock/gretanrk; Bild 7: ©iStock/ANNEYP; Bild 8:© iStock/ EdwardSamuelCornwall; Bild 9:©iStock/Jay Yuno

4 Kommentare zu “Günstig gärtnern: 15 Tipps, die bares Geld sparen”

Wer Platz im Garten hat sollte unbedingt Obstbäume und -sträucher, Nussbäume etc pflanzen. So hat man ganz automatisch (fast) jedes Jahr Rhabarber, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Äpfel, Zwetschgen, Reineclaude, Walnüsse, Quitten :-)

Lieber Christoph,
toll, wenn unser Artikel gefallen hat und wir helfen konnten.
Herzliche Grüße
Ihre GartenHaus GmbH

Das ist einer der besten Artikel, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Auf den Punkt gebracht und umfassend, durch die Links noch super erweitert.
Das liest man auch als erfahrener Kleingärtner gern. Für neue Gartenfreunde auch sehr hilfreich. Man lernt halt immer gern dazu.

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