Clockhouse im Schweden-Look: Eine Schritt-für-Schritt-Aufbaustory

Den lange gehegten „schwedischen Mittsommernachtstraum“ hat sich Familie Fuchs mit einem Clockhouse im klassischen, rot-weißen Schweden-Look erfüllt. Besondere Schindeln und original schwedische Farben machen aus dem ursprünglich englischen Clockhouse ein Schwedenhaus, das sich sehen lassen kann! Wir zeigen den Aufbau, die schicke Einrichtung und die gelungene Integration in den schönen Garten.

Ursprünglich englisch: Das Clockhouse-44 Royal ISO

“Clockhouses” (deutsch: “Uhrenhäuser”) sind auch als “englische Gartenhäuser” bzw. als solche “im englischen Stil” bekannt. Ihre Besonderheit ist der Ziergiebel, der sich über der Eingangstür auffaltet. Dort kann – wie beim englischen Vorbild – eine Uhr angebracht werden, doch sieht der Giebel auch ohne Uhr gut aus.

Clockhouse-44 Royal ISODas Clockhouse-44 Royal ISO ist stolze 3,40 Meter hoch, was einen besonders hohen Innenraum ergibt. Viel Freiheit über dem Kopf, die zum Wohlbefinden deutlich beiträgt! Dank der Außenmaße von 4,20 x 3,20 Metern stehen ca. 12 m² als Nutzfläche zur Verfügung. Ein gemütlicher Wohnraum lässt sich hier gut einrichten, da die Clockhouse-typischen großen Sprossenfenster und Türen den Raum besonders gut belichten.

44 Millimeter starke Wände und die hochwertige Isolierverglasung ermöglicht die Nutzung des Hauses auch im Frühjahr und Herbst.

Natürlich hat uns interessiert, warum sich Familie Fuchs für das Clockhouse entschieden hat. Die Antwort:

„Bei der Suche nach einem passenden Objekt war uns schnell klar, dass es nur ein Modell „Clockhouse“ werden konnte. Dieses Modell ist schon was außergewöhnliches und lässt einen vom Urlaub in Schweden träumen. Im typischen Schwedenrot mit weißen Fenstern sollte es irgendwie an „Ferien auf Saltkrokan“ und „Michel aus Lönneberga“ erinnern.“

Dank der Fotos, die uns Familie Fuchs überlassen hat (herzlichen Dank!) können wir den Aufbau des Clockhouses Schritt für Schritt zeigen. Los geht’s!

Die Vorbereitung: Baugenehmigung und Fundament

Die Entscheidung für das Clockhouse war im Sommer 2019 gefallen, doch musste zunächst ein Bauantrag gestellt werden. Der ging problemlos durch und auch die Nachbarn waren mit dem Bau einverstanden. Am vorgesehenen Bauplatz musste nun noch ein alter Holzunterstand abgerissen werden, darauf folgte das Fundament fürs Gartenhaus.

Es sollte ein Plattenfundament aus Randsteinen, Schotter und Verbundsteinen werden. Unser erstes Foto zeigt das Stadium nach Verdichtung des Schotters:

Fundament

Oben drauf kamen die Verbundsteine, die eine stabile, aber auch schöne Grundlage für das Gartenhaus ergeben. Auch sie mussten noch mit der Rüttelmaschine festgeklopft werden.

Fundamentplatte

Clockhouse-Aufbau: Start Ende September

Am 27. September ist es soweit: Das Clockhouse wird geliefert, und zwar in einem einzigen großen Packstück.

„Mit Hilfe eines Gabelstaplers brachte der freundliche LKW-Fahrer die Ladung bis zu meiner Garage. Von dort aus galt es die Einzelteile hinter das Haus in den Garten zu transportieren. Das war schweißtreibend, trotz Regenwetter.“

Gartenhaus als Packstück

Die hölzernen Blockbohlen sind nun übersichtlich auszulegen, ohne dass sie den Boden berühren. Wie es weiter geht, zeigt der Aufbauplan, der jedem Gartenhaus-Bausatz beigelegt ist.

Blockbohlen sortiert

Hier liegen bereits die vorimprägnierten Basishölzer:

Basishölzer Clockhouse

Die Wände wachsen heran, was dank des Nut- und Federsystems sehr einfach zu bewerkstelligen ist. Wie man sieht, hat sich Familie Fuchs für die werksseitig vorimprägnierte Version des Clockhouses entschieden. Das ist zwar teurer, erspart aber Arbeit und durch das Tauchverfahren wird auch wirklich jede Stelle der Hölzer erreicht.

Clockhouse Aufbau Wände

Der Korpus steht, Fenster- und Türrahmen sind eingehangen.

Clockhouse Aufbau Korpus

Und schon ist der Dachaufbau dran. Lange stabile Dachbalken ruhen sicher auf den erhöhten Schmalseiten des Clockhouses.

Clockhouse-Aufbau Dachbalken

Der Dachstuhl ist schnell fertig. Für die Montage des hohen Dachs werden zwingend Leitern benötigt. Auch sollten mindestens zwei Personen zusammen helfen, um die Balken zu halten und in die richtige Lage zu bringen.

Jetzt sind die Dachbretter dran, die das Dach abschließen. Es sind 18mm starke Nut- und Federbretter – ein Qualitätsmerkmal, denn viele Anbieter sparen an dieser Stelle und nutzen dünnere Dachbretter oder gar Spanplatten.

Dachbretter-Montage

Nach der Fertigstellung des Korpus, die an einem Tag locker geschafft war, führt anhaltend schlechtes Wetter leider immer wieder Zwangspausen beim Aufbau. Am 10.Oktober ist es dann aber soweit: Das Dach ist fertig eingedeckt!

Dachaufbau komplett

Zwischendurch schreitet auch der Innenausbau voran. Zum Lieferumfang gehört der Holzboden, der hier vorab von unten mit einer Schicht Styrodur wärmegedämmt wird. Die Hartschaumplatten werden zwischen die Basishölzer gelegt. (Die Holzdielen folgen später).

Bodenisolierung

Das Dach bekommt eine Lage Bitumenbahnen (Dachpappe) als erste Schutzschicht. Herr Fuchs nagelt sie Bahn für Bahn leicht überlappend auf die Dachbretter:

Dachpappe Montage

Geschafft, das Dach ist schon mal regensicher! Während der letzten Dacharbeiten hat das Clockhouse auch schon eine Grundierung in Weiß bekommen, aufgetragen auf einem ersten Anstrich auf Öl-Basis.

Clockhouse gedeckt und halb gestrichen

Es folgt der Gartenhaus Anstrich in rot, wobei die Fensterrahmen natürlich ausgelassen werden. Die typische „Schweden-Optik“ nimmt Gestalt an. Auf die Auswahl der richtigen Farbe hat Herr Fuchs großen Wert gelegt:

„Alle Komponenten dazu, stammen aus dem schwedischen Farb-Handel. Besonderes Augenmerk legte ich auf dieses Schwedenrot als „wasserbasierende Emulsionsfarbe (Fassadenfarbe) der Spitzenklasse mit selbstreinigendem Effekt, für alle Holzoberflächen“, die sich auch aufspritzen lässt. Ein enormer Vorteil im Hinblick auf Arbeitsaufwand und gleichmäßige Farbverteilung!“

Clockhouse Anstrich Schwedenrot

Jetzt sieht das Clockhouse schon fast fertig aus! Das rot-weiße Outfit ist komplett, das Dach in Anthrazit passt auch schon ohne Schindeln sehr gut dazu. Fehlt nur noch der Ziergiebel!

Anstrich komplett

Zum Einbau des Ziergiebels braucht es ein kleines Baugerüst und wiederum die Leitern. Noch ist der Giebel lediglich rot gestrichen, doch wird das nicht so bleiben!

Ziergiebel Aufbau

Anfang November wird das Clockhouse (fast) fertiggestellt. Der Ziergiebel ist mit Dachpappe gedeckt, die Fenster sind grundiert, die Frontblenden der Dächer erstrahlen in frischem Weiß. Jetzt kann der Winter kommen!

Clockhouse komplett

Das rot-weiße Clockhouse im Schnee macht nun aus dem trüben Ausblick ein schönes Winterbild!

Clockhouse im Winter

Clockhouse-Aufbau: Perfekt wird’s im Frühjahr

Schon im März geht es weiter mit den Arbeiten. Die Fenster und Türen bekommen ihren zweiten Anstrich in Weiß. Richtig profi-mäßig werden sie einzeln ausgehangen und auf Böcke gelegt – nicht einfach so am Haus überstrichen. Nur so klappt der Anstrich wirklich perfekt.

Zweiter Anstrich der Fenster

Auch der Innenraum bekommt jetzt seine Farbe, auch wieder ein besonderes Produkt:

„Für innen haben wir die Wandfarbe „Linus“ verwendet, die aus Leinöl besteht und unter Verwendung von Zellulose hergestellt wird. Diese Farbe verleiht dem Innenbereich einen besonderen Touch und ist darüber hinaus auch abwaschbar. Auch diese Farbe konnte gespritzt aufgetragen werden.“

Clockhouse innen mit Fenstersicherung
Stromleitungen werden verlegt, natürlich in ordentlichen Kabelkanälen.

Stromleitung

Das Clockhouse bekommt jetzt auch Lüftungsgitter und Sturmsicherungen (links im Bild). Da alle Fenster „nordisch“ nach außen öffnen, braucht es auch Fenstersicherungen, um Klappern und Zuschlagen zu verhindern (rechts im Bild). Kleinigkeiten wie diese werden selten gezeigt, sollten aber in keinem Fall fehlen!

Sturmsicherung, Fenstersicherung

Rundherum gibt’s noch viel zu tun!

Noch bevor es an die Einrichtung geht, bekommt das Clockhouse einen ordentlichen Zugang. Der frisch gebaute Holzsteg besteht aus alten Terrassendielen, natürlich ebenfalls im passenden Schwedenrot gestrichen.

Laufsteg zum Gartenhaus

Von innen heraus betrachtet, ergibt der neue Aufgang einen hübschen Farbkontrast zum Grün der dahinter liegenden Wiese.

Clockhouse Ausblick

Auch rund ums Gartenhaus tut sich einiges. Ein umlaufendes Kiesbeet schützt vor zu viel aufsteigender Feuchtigkeit, umrandet von alten Eichenbalken – eine schöne Recycling-Idee! Die neu entstandenen Beetflächen werden teils als Staudenbeete angelegt, teils frisch eingesäht, um einen schönen Rasen zu bekommen.

Rund ums Clockhouse

Auch erste Deko-Elemente werden gesetzt – man beachte das witzige Minischwein! Die Krönung der Anlage ist der umlaufende weiße Zaun, zu dem Herr Fuchs schreibt:

„Und der Zaun! In meinen Augen etwas ganz Besonderes an unserem Schwedentraum. Das erinnert an die oben genannten Filme („Ferien auf Saltkrokan“,Michel aus Lönneberga“ ) und verleiht dem Clockhouse einen eigenen Raum in unserem Garten. Auch den Zaun haben wir in der weißen Fassadenfarbe gestrichen, wie die Fenster.“

Da nun alles schon recht weit gediehen ist, geht es jetzt gemütlicher zu. Vor dem Zaun laden zwei Liegen zum Entspannen ein, die Frau Fuchs für eine Lesepause in der warmen Frühlingssonne nutzt.

Clockhouse und Umgebung, Liegen, Chillen

Seitlich am Clockhouse ist eine kleine Terrasse entstanden, der „Biergarten“, wie Familie Fuchs den Bereich nennt. Neben der Sitzgruppe mit Freischwingern und rundem Gartentisch sorgen romantische Windlichter und eine urige Handpumpe für Atmosphäre.

Biergarten, Terrasse

Richtig stimmungsvoll wird es natürlich erst nach Ende der Bauphase werden, wenn die umgebenden Rankgitter fertig bewachsen sein werden. Dann wird der Biergarten zum grünen Refugium mit blühenden Feuerbohnen. Wer sie kennt, weiß: das Rot ihrer Blüten passt sehr gut zum Schwedenrot!

Rankgitter

Das Finish: Besondere Schindeln für das Dach

Für die Eindeckung des Dachs mit einer zweiten Schicht aus Bitumenschindeln muss das Gerüst noch einmal errichtet werden. Die Schindeln selbst sollten ganz bestimmte Schindeln sein, wie Herr Fuchs berichtet:

„Wir haben lange gesucht, bis wir endlich die für uns passenden Dachschindel aus Bitumen gefunden hatten. Sie stammen aus Finnland und werden von der Firma Kerabit produziert. Gesehen hatten wir diese Schindeln erstmals in Herrsching auf dem Weg zum Kloster Andechs – sie haben uns gleich sehr gefallen!“

DAchschindeln

Fertig gedeckt, sieht das Dach mit diesen Schindeln auch wirklich toll aus, oder?

Dach komplett mit Schindeln

Und hier nochmal eine Ansicht aus luftiger Höhe:

Luftbild vom Dach

Das Clockhouse wird eingerichtet

Netterweise gestattet uns Familie Fuchs auch den Blick ins Innere des neuen Clockhouses. Den ursprünglichen Holzboden bedeckt jetzt ein moderner Laminatboden. Mit seinen zwischen Grau und Beige changierenden Farbtönen passt er gut zu den hell gestrichenen Wänden.

Bodenbelag Laminat

Jedes Möbel, das in diesen leeren Raum gestellt wird, wird in seiner Farbigkeit durch die zurückhaltende Raumgestaltung deutlich verstärkt. Scheint dann noch die Sonne durch die Sprossenfenster, ergeben sich besonders schöne Fotomotive! (Zwar wird dieser Tisch nicht bleiben, aber es sieht so gut aus, dass wir das Bild gerne zeigen!).

Leerer Raum mit Tisch

Am Abend sorgt ein moderner Deckenleuchter für Licht im gesamten Raum.

Deckenleuchter

Gemütlicher beleuchtet die Szene eine Stehlampe hinter dem ausladenden Polstersessel, der von weißen Beistelltischen flankiert wird. Der künstliche Ficus in grün-weiß und die beiden Wandbilder mit roten, floralen Motiven ergeben einen Farbklang, der die Stimmung hebt.

Clockhouse Einrichtung

Auf der anderen Seite des großen Innenraums setzt die Sitzgruppe in rot und weiß ebenfalls einen starken Farbakzent. Kleine Wandregale zieren die Wände, so dass der Raum aufgeräumt, aber nicht kahl wirkt.

Clockhouse Einrichtung
Wer würde sich hier nicht gerne aufhalten? Die Einrichtung ist farblich stimmig komponiert und vermittelt tatsächlich den Charme des beliebten Scandi Chicks!

Clockhouse Einrichtung

Wer genau hingesehen hat, wird den zweiten Sessel bemerkt haben, der mittlerweile dazu gekommen ist. Ebenfalls ein ausladender Polstersessel, jedoch nicht einfarbig, sondern mit einem floralen Muster, wie er für skandinavische Einrichtungen typisch ist.

Clockhouse Einrichtung

Ob von innen oder außen: Das neue Clockhouse hat zweifellos Hingucker-Qualitäten!

Clockhouse im Grünen

Wir gratulieren zum gelungenen Projekt und wünschen viele Jahre Freude mit dem Clockhouse-44 Royal ISO im perfekten Schwedenlook!

Clockhouse und Umgebung

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Titelbild: ©GartenHaus GmbH/Kundenprojekt,
Artikelbilder: Bild 1: ©GartenHaus GmbH, Bild 2-41: ©GartenHaus GmbH/Kundenprojekt

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