Carport Baugenehmigung in Österreich: Darauf müssen Sie achten

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Für einen Carport brauchen Sie oftmals eine Baugenehmigung. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren Bauantrag bestmöglich vorbereiten, welche Richtlinien Sie dabei beachten müssen und wo gar keine Genehmigung nötig ist.

Richtlinien für die Carport Baugenehmigung in Österreich

Bauliche Vorhaben auf Ihrem Grundstück, darunter gehören auch Carports und Garagen, unterliegen den gesetzlichen Richtlinien und Regelungen der kommunalen Behörden.

Unterschiede von Bundesland zu Bundesland

Da sich die Regelungen bezüglich einer Carport Baugenehmigung nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern teils sogar von Stadt zu Stadt unterscheiden können, empfehlen wir sich persönlich bei Ihrem zuständigen Bauamt beraten zu lassen.

Einen ersten Aufschluss darüber, ob Sie für Ihren Carport oder Ihre Garage eine Baugenehmigung benötigen, können Sie den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer entnehmen. Sollte Ihr Carport die darin vorgegebenen Höchstmaße überschreiten, benötigen Sie eine Baugenehmigung. Diese Information ersetzt aber keinesfalls das Gespräch beim Amt!

Eine erste, grobe Übersicht für die österreichischen Bundesländer bekommen Sie unter

Unser Tipp: Auch wenn Ihr Carport keine Baugenehmigung benötigt, sollten Sie trotz allem auf Baudenkmäler und Naturschutzgesetze achten!

Berücksichtigen Sie den Bebauungsplan

Der Bebauungsplan Ihrer Gemeinde regelt die bauliche Entwicklung und Ausführung in Ihrem Einzugsgebiet. Er ist Teil der Gemeinde- und Städteentwicklung und muss auch bei Bauvorhaben wie Carports oder Garagen beachtet werden.

Für den Fall, dass kein Bebauungsplan existiert, gilt das Baugesetzbuch auf Landesebene!

Vorschriften der jeweiligen Landesbauordnung

Sie müssen zudem immer die Vorschriften Ihrer jeweiligen Landesbauordnung einhalten zu

  • Abstandsflächen
  • Statische Anforderungen
  • Brandschutz
  • Zugelassene Baustoffe

Carport Baugenehmigung: Formulare

Wenn Ihr Bauvorhaben einen Bauantrag benötigt, gibt es einige Formulare, die Sie ggf. ein Architekt/Bauingenieur einreichen müssen. In vielen Bundesländern muss ein Bauantrag sogar von einer qualifizierten Person (Architekt, Bauingenieur) unterschrieben werden.

Die folgende Liste stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig, welche zusätzlichen Dokumente Sie für die Beantragung ggf. noch brauchen.

  • Bauantragsformular
  • Baubeschreibung und Übersicht über die Herstellungskosten
  • Bauzeichnung mit Grundriss, Schnitten und Ansichten
  • Statik
  • Einfacher Lageplan des Baugrundstücks vom Katasteramt
  • Baugenehmigungsverfahren mit Unterschrift des Entwurfsverfassers (Architekt oder Bauingenieur)
  • Baugenehmigungsverfahren für die Statik mit Unterschrift des Ausstellers der Statik

Tipp: Bei der Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien wird es schnell sehr kompliziert und undurchschaubar. Sie können Fachleute, wie Architekten oder Ingenieure hinzuziehen, welche alle Fragen der Genehmigung für Sie klären.

Zum Schluss: Sprechen Sie mit den Nachbarn

Um spätere Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten zu vermeiden, ist es immer gut vorab das Bauvorhaben den Nachbarn vorzustellen.

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Bild: ©iStock.com/Epitavi

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