Unterschied Kaltwintergarten zu Wohnwintergarten: Alle Vorteile auf einen Blick

Wünschen auch Sie sich einen Wintergarten mit Blick ins Grüne, ohne Wind und Wetter ausgesetzt zu sein? Oder besitzen Sie bereits ein einfaches Modell und würden es gerne aufwerten? Wir erklären Ihnen den Unterschied von Kaltwintergarten zu Wohnwintergarten und zeigen zugehörige Vor- und Nachteile. So fällt Ihnen die Entscheidung für den einen oder anderen Wintergartentyp leicht!

Wenn ein Wintergarten als Kalt- oder als Wohnwintergarten beschrieben wird, dann zielt diese Unterscheidung auf die Nutzung ab. Ein Kaltwintergarten ist demnach ein kalter Wintergarten. Und kalt ist er, weil er nicht beheizt wird. Anders der Wohnwintergarten: Er lässt sich beheizen, sodass in ihm mittelwarme bis warme Temperaturen herrschen, selbst wenn es draußen kalt ist. Entsprechend lässt sich ein beheizbarer Wintergarten, sowohl ein mittelwarmer als auch ein warmer, ganzjährig bewohnen, daher auch der Name Wohnwintergarten. Und damit sind wir schon mittendrin in unserem Vergleich Kaltwintergarten Wohnwintergarten Unterschied. Reden wir zunächst über die Gemeinsamkeiten beider Wintergartentypen:

Kaltwintergarten vs. Wohnwintergarten: 3 wichtige Gemeinsamkeiten

Das sind die 3 wichtigen Gemeinsamkeiten von Wintergärten, ganz gleich, ob Kalt- oder Wohnwintergarten:

1. Mehr Nutzfläche

Jeder Wintergarten verschafft Ihnen einen geschützten Raum mit Blick ins Grüne. Er erweitert die Nutzfläche Ihres Zuhauses. Sie haben die Wahl, wie sie den Wintergarten nutzen: als Kaltwintergarten oder als Wohnwintergarten.

2. Mehr Dämmung (Wärme und Schall)

Jeder ans Wohngebäude angebauter Wintergarten bringt Ihnen zudem energetische Vorteile, denn er wirkt bauphysikalisch wie eine extra Dämmung auf das Gebäude. Das heißt, dass er dafür sorgt, dass der Raum dahinter träger auf Temperaturwechsel reagiert: Im Winter bleibt die Wärme im Raum länger erhalten, im Sommer die Kühle. Die "Dämmung" verbessert das Wohlfühlklima im Raum hinter dem Wintergarten und nimmt auch Einfluss auf die Bausubstanz, denn fachmännische Anbauten halten auch die Mauer warm und trocken, sodass Schimmel & Co. keine Chance haben, sich dort festzusetzen. Selbstverständlich betrifft die dämmende Wirkung auch den Schall: Geräusche von draußen, zum Beispiel einer nahen Straße, dringen weniger stark in den Raum hinter dem Wintergarten, denn der wirkt als Schalldämpfer. Auch das trägt zu einem angenehmen Wohngefühl maßgeblich bei.

3. Mehr Immobilienwert

Selbstverständlich erhöht ein bauliches Extra, wie es der Wintergarten ist, den Wert Ihrer Immobilie. Die Investition in den Wintergarten macht sich in jedem Fall bezahlt: entweder in erhöhtem Nutz- und oder Wohnwert für Sie oder in erhöhtem Verkaufswert, wenn Sie sich von Ihrem Haus einmal trennen. Im Folgenden geht es um den Unterschied Kaltwintergarten Wohnwintergarten. Schauen wir uns zunächst den unbeheizten Wintergartentyp näher an: 

Kaltwintergarten: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Der Kaltwintergarten lässt sich nicht ganz ganzjährig nutzen. Im Sommer können Sie ihn als einen weiteren Raum Ihres Hauses bewohnen. Er ist wie eine Terrasse, die überdacht ist und Ihnen von allen Seiten Schutz vor Wind und Regen bietet. Damit sich der Kaltwintergarten in der Sommerhitze nicht als Sauna entpuppt (Stichwort: Glashauseffekt), brauchen Sie Vorrichtungen zu seiner Beschattung und Lüftung. Die Beschattung kann von außen wie von innen realisiert werden, die Belüftung erfolgt meist händisch über entsprechende Fensteröffnungen.

Neigt sich der Sommer dem Ende zu, können Sie aus dem Kaltwintergarten heraus den Einzug des Herbstes in Ihrem Garten beobachten – das stürmische Herbstwetter macht Ihnen nichts aus. Lediglich gegen die niederen Temperaturen sollten Sie sich wappnen: zum Beispiel mit einer warmen Wolldecke oder einem Heizkissen. Ähnliches gilt auch für den Frühling: Sobald der sich mit seinen ersten Sonnenstrahlen zeigt, haben Sie im Kaltwintergarten immer einen Sitzplatz in der Sonne.

Im Winter dagegen bietet der Kaltwintergarten Ihnen lediglich Frostfreiheit, für einen gemütlichen Aufenthalt darin sind die typischen Maximaltemperaturen um 12 Grad Celsius (°C) herum eindeutig zu kalt. Dafür könnten Sie den Kaltwintergarten zum Überwintern von frostempfindlichen Pflanzen nutzen, sozusagen als "Überwintergarten".

Finanziell betrachtet gilt der Kaltwintergarten als der günstigste Wintergartentyp. Wobei sich das sowohl auf die Anschaffungskosten als auch auf die Betriebskosten bezieht. Da der Kaltwintergarten unbeheizt bleibt, fallen bei ihm keine Kosten für Heizenergie und Heiztechnik an. Wenden wir uns nun wärmeren Wintergartentypen zu: 

Wohnwintergarten: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Mit einem Wohnwintergarten haben Sie das ganze Jahr über einen Platz im Grünen. Für die Wohlfühltemperaturen darin sorgen bei winterkalten Außentemperaturen einerseits die Heizung und andererseits die gesetzlich verordnete Dämmung (Isolierung) – die die beiden wichtigsten Unterschiede zwischen Kaltwintergarten und Wohnwintergarten sind. Dank der Wintergartenheizung und der Isolierung wird der beheizbare Wintergarten zu einem Wohnraum, der Ihnen ganzjährig zur Verfügung steht. Sie können den Wohnwintergarten daher auch entsprechend wohnlich gestalten und ohne Bedenken mit Grünpflanzen bestücken.

Unser Tipp: Unser Magazinbeitrag zeigt Ihnen, welche Pflanzen sich in Ihrem Wohnwintergarten besonders wohlfühlen. Je nachdem, ob Ihr Wohnwintergarten im Winter mittelwarm (Temperaturen zwischen 12 und 19 °C) oder warm (mehr als 19 °C) werden soll, benötigen Sie dafür eine Heizung mit entsprechender Heizleistung und zu deren Betrieb auch entsprechende Heizenergie. Beides verursacht Kosten: einmalige Investitionskosten in Heizgerät und Installation desselben sowie laufende Heizkosten. Dafür sparen Sie aber auch Heizkosten im Wohnhaus, denn der Raum hinter dem beheizten Wintergarten ist dank diesem auch im Winter gut gedämmt, sodass weniger Energie aufgebracht werden muss, um ihn aufzuheizen und warmzuhalten.

Unser Tipp: Die vielfältigen Möglichkeiten zur Wintergartenheizung zeigen wir Ihnen ausführlich, schauen Sie mal rein! Für Ihren Sommeraufenthalt im Wohnwintergarten lohnt sich die Installation von Sonnenschutzvorrichtungen ebenso wie von Belüftungstechnik, bestenfalls in automatischen Varianten.

Unser Tipp: Mehr zur Wintergarten Belüftung können Sie in unserem Ratgeber nachlesen.

 

Mit Glasschiebewänden können Sie Ihre Terrasse in einen Wintergarten verwandeln.

Wintergartentyp im Nachhinein ändern: So machen Sie aus einem Kaltwintergarten einen Wohnwintergarten!

Der Großteil der Wintergärten wird im Nachhinein ans Wohnhaus gebaut, während nur ein kleinerer Teil bereits mit demselben geplant und errichtet wird. Und nicht jeder Wintergarten wird von Beginn an als Wohnwintergarten ausgelegt. Wer einen Kaltwintergarten (oder eine Terrasse) hat und diesen zu einem Wohnwintergarten umbauen möchte, sollte prüfen, ob dafür die Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören:

  • die Ausrichtung gen Sonne (Himmelsrichtung) für optimalen Lichteinfall und Wärmebestrahlung,
  • die Anschlussmöglichkeit ans zentrale Heizsystem oder die Möglichkeit zur Installation einer eigenen Heizung
  • und die Möglichkeit, eine Belüftungsanlage zu installieren.

Können Sie alle drei Aspekte abhaken, steht dem Umbau nichts mehr im Weg. Überlassen Sie diesen bestenfalls einem Spezialisten, denn wie oben beschrieben wirkt der Wintergarten bauphysikalisch auf Ihr Wohnhaus ein – und sollte daher fachmännisch an dieses angebaut werden, um Schäden an der Bausubstanz oder ein unbehagliches Wohngefühl zu vermeiden. Sie kennen damit den Unterschied Kaltwintergarten Wohnwintergarten. Hat Sie dieser Ratgeber auf den Geschmack gebracht? Schön! Wenn Sie bereits eine überdachte Terrasse oder einen Balkon haben, brauchen Sie im Grunde nur noch gläserne Wände, um daraus einen Wintergarten zu machen. In unserem Onlineshop bieten wir Ihnen dazu Glasschiebewände in verschiedenen Ausführungen an.

Mehr zum Thema Wintergarten lesen Sie hier bei uns:

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Titelbild: ©GartenHaus GmbH
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